Vor einigen Wochen musste Herrchen geschäftlich nach Dinkelsbühl. Also: Briardmobil gestartet, alle Nacktnasen und mich eingeladen und los (waren ja gerade Schulferien). Auf den Weg dorthin haben wir zuerst in Rothenburg ob de Tauber angehalten und uns die Stadt angesehen. Da gibt es viel zu berichten...
Die Wurzeln von Rothenburg liegen in Detwang, einem heutigen Stadtteil von Rothenburg. Diese Pfarrei wurde um 970 von einem ostfränkischen Adligen namens Reiniger errichtet. Es folgten die Errichtung der
Comburg (bei Schwäbisch-Hall), sowie die der Grafenburg oberhalb der Tauber, aus deren Standort sich der Namenszusatz ob der Tauber ableitet.
Bis zu deren Aussterben im Jahr 1108 befand sich die Kaiserburg, die durch Erdbeben 1356 zerstört wurde, im Besitz der
Grafen von Comburg-Rothenburg. Graf Heinrich von Rotenburg, das letzte Familienmitglied, vermachte die Burg dem Kloster Comburg.
Heinrich V., der diese Schenkung nicht bestätigte, gab den Besitz an seinen Neffen
Konrad III. als
Lehen. Dieser erlangte 1137 die Königswürde, hielt Hof in Rothenburg und errichtete die Reichsburg. Sein Sohn,
Friedrich von Rothenburg, wurde vorerst von seinem Vetter
Friedrich I. bevormundet (er war noch minderjährig, als sein Vater starb) und erhielt mit seinem
Ritterschlag von 1157 den Titel „Herzog von Rothenburg“. Durch Friedrich I. wurde Friedrich von Rothenburg auch das
Egerland übergeben.
Die Erhebung von Rothenburg zur
Freien Reichsstadt erfolgte am 15. Mai 1274 durch König
Rudolf von Habsburg. Prominenteste Figur des Mittelalters war
Heinrich Toppler (ca. 1340–1408), der mit seiner energischen Politik und seinen Landkäufen das Schicksal der Stadt weit über seinen umstrittenen Tod hinaus beeinflusst hat.
Im
Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 1631 von
General Graf von Tilly eingenommen; aus diesem Anlass findet noch heute jährlich das Festspiel „Der Meistertrunk“ statt. Nachdem 1650 die letzten Soldaten die Stadt verlassen hatten, versank die Stadt in eine Art Dornröschenschlaf. Die Entwicklung stand praktisch still und die Stadt wurde bedeutungslos. Dies ist der Grund, warum sich die Stadt bzw. ihre Bausubstanz in einem dermaßen gut erhaltenen Zustand befindet.
Seit dem
Reichsdeputationshauptschluss von 1803 ist die Stadt ein Teil
Bayerns. Bereits um die Jahrhundertwende wurde Rothenburg dann ein beliebtes Tourismusziel für Engländer und Franzosen. Noch vor dem ersten Weltkrieg trafen Ausflugsbusse mit gehobener Gesellschaft ein, die im Hotel Eisenhut residierte, das heute noch existiert.
Mich interessierte natürlich, warum ich wieder hinten sitzen (äh, liegen musste). Gemein so was !!! Da schau´ich doch was da vorne los ist ! Wahrscheinlich futtern die schon wieder was !

Bald gehts weiter, Bijou